Kung Fu

Das Miu Hin Hung Kuen Kung Fu System

Logo der Kampfkunst Kung Fu, mit einem Tiger, Schlange, Kranich,Drache und Leopard
Unser Lehrer Sifu Bruno Dorp hatte im Alter von 12 Jahren 1973 mit dem Shaolin Kung Fu angefangen und bei täglichem Training über 10 Jahre hinweg den Stil des Miu Hin Hung Kuen unter seinem Meister Yuen Yik Kai gemeistert. Die Ausbildung war sehr hart und traditionell. Nur wenn man den Stil komplett gemeistert hat und sich in seinem Wesen gefestigt zeigt, wird man zum Sifu ernannt.

Der Rang eines Schülers richtet sich nach seinem Verhalten, dem Respekt und seiner Loyalität gegenüber seinen Lehrern und dem Kung Fu Stil. Daher gibt es normalerweise keine Gürtelfarben oder Schärpen bei dieser Form der Ausbildung.

In seinem Wesen spiegeln sich auch sein Rang und sein Ansehen wieder. In China wird daher traditionell das Familiensystem für eine Bezeichnung des Schülers heran gezogen. Sifu bedeutet z.B. väterlicher Lehrer und spiegelt auch die Verantwortung gegenüber seinen Schülern und dem Stil wieder. Si Hing/Si Je bedeutet älterer Bruder/Schwester usw. Die Kung Fu Schule wird damit auch zu einer großen Familie.

Es gibt annähernd 600 verschiedene Kung Fu Stile. Davon ist einer das Shaolin Kung Fu. Innerhalb des Shaolin Kung Fu kann man auch verschiedene Stile unterscheiden, z.B. südliche und nördliche Stile. Südlich Stile kann man an den tiefen Ständen und dem starken Einsatz der Arme erkennen. Die nördlichen Stile an ihren akrobatischen Techniken mit Betonung auf die Beintechniken. Sie werden auch als „Fäuste des Südens“ und „Füße des Nordens“ bezeichnet.

Der Miu Hin Hung Kuen Stil gehört zu den südlichen Stilen wobei auch viele Elemente des nördlichen Stils enthalten sind. Im Gegensatz zu den anderen Hung Stilen, wie z.B. Hung Gar, werden im Miu Hin Stil die Formen einzeln für sich unterrichtet. Die fünf Basistierformen werden durch Storch, Tiger, Schlange, Drache und Leopard symbolisiert. Jeder dieser Tierformen steht für etwas Besonderes. Zum Beispiel steht der Storch für die Flexibilität und seine Technik bildet die Sehnen aus. Der Tiger steht für die Stärke und bildet die Knochen und Gelenke aus. Mit allen Techniken soll erreicht werden Körper und Geist in Einklang zu bringen und die Gesundheit zu fördern.

Es ist weiterhin eine wichtige Tradition mit den Shaolin Waffen zu trainieren. Sie fördern die Geschmeidigkeit und die Stärkung des Körpers und der Gelenke. Man unterscheidet hier verschiedene Kategorien von Waffen. Starre, flexible und halb flexible Waffen oder auch die Doppelwaffen.

Die Frage, die sich oft stellt, ist, ob ich das auch noch erlernen kann, wenn ich älter bin. Dazu kann ich sagen, dass es auch gerade ältere Menschen sind, die auch die Reife mitbringen, diesen Stil zu erlernen. Man muss nicht super sportlich sein, aber man sollte gesund sein. Vor einem Muskelkater darf man aber auch keine Angst haben.

Zusätzlich bringt dieser Kung Fu Stil das sogenannte Chi Na Shou ( Kam Na Sao ) mit. Dies ist eine Selbstverteidigungsform, die das Hebeln, Werfen und Greifen von Gelenken in allen Formen lehrt. Sehr effektiv und umfangreich aber auch für jeden erlernbar.

Link Sifu Bruno Dorp: http://hung-kuen.de/